Neubau · Heizung und Sanitär · Ostfriesland
Ein Bad im Dachgeschoss, von der Rohinstallation bis zur Armatur
Die Aufgabe
Ein Einfamilienhaus im Neubau, Heizung und Sanitär komplett. Das Bad unter der Dachschräge ist das, was man am Ende sieht – die Arbeit beginnt aber deutlich früher.
Bei einem Neubau gibt es keine Altlasten, dafür eine andere Schwierigkeit: Jede Leitung, jeder Abfluss und jede Vorwand muss sitzen, bevor Estrich und Fliesen kommen. Was danach falsch ist, wird teuer.
Was gemacht wurde
Heizung und Sanitär von der ersten Leitung bis zur letzten Armatur: Grundleitungen, Wasser- und Abwasserleitungen, Fußbodenheizung, Vorwandinstallation für WC und Waschtisch, Abdichtung im Duschbereich, Druck- und Dichtheitsprüfung vor dem Estrich und am Ende die Montage aller Objekte und Armaturen.
- Grundleitungen und Fußbodenheizung im gesamten Haus
- Bodengleiche Dusche mit Edelstahl-Duschrinne und gefliester Wandnische
- Sechseck-Badewanne in der Dachschräge, Schürze und Ablage gefliest
- Breiter Waschtisch mit Unterschrank und beleuchtetem Spiegelschrank
- Wandhängendes WC mit Vorwandinstallation und Betätigungsplatte
- Großformatige Fliesen, ausgeführt vom Partnerbetrieb, koordiniert über mich
Die Nische war Millimeterarbeit
Die Ablage in der Duschwand sieht aus wie eine Selbstverständlichkeit. Sie ist es nicht: Die Nische muss in der Rohinstallation geplant, sauber abgedichtet und so eingefliest werden, dass Wasser nach vorn abläuft und nicht in der Wand steht. Genau an solchen Stellen entscheidet sich, ob ein Bad nach zehn Jahren noch dicht ist.
Was man später nicht mehr sieht
Bei einem fertigen Bad sieht man Fliesen und Armaturen. Die Arbeit, über die sich später entscheidet, ob alles funktioniert, liegt darunter – im Sand, im Estrich und in der Wand.
Die Grundleitungen liegen im Sand, bevor überhaupt eine Bodenplatte da ist. Stimmt hier ein Gefälle nicht, merkt man das erst, wenn das Haus steht – und dann hilft nur noch aufstemmen.
Bei der Fußbodenheizung entscheidet der Abstand der Rohre darüber, ob der Raum gleichmäßig warm wird. Enger verlegt heißt mehr Material und mehr Zeit, aber eine niedrigere Vorlauftemperatur – und genau davon lebt eine Wärmepumpe.
Dazu das Gäste-WC
Im selben Haus, ein Stockwerk tiefer: ein Gäste-WC auf knapper Fläche. Der schmale Waschtisch, das wandhängende WC und die Vorwand sind so gesetzt, dass der Raum trotz der Größe nicht eng wirkt.
Die Holzoptik-Fliese läuft von der Wand in den Boden weiter. Das ist mehr Aufwand beim Zuschnitt, lässt den Raum aber größer erscheinen, als er ist – und es war der Wunsch der Bauherren, nicht meine Idee.
Von der Planung bis zur Umsetzung hat alles hervorragend funktioniert. Die Arbeiten wurden fachgerecht, sauber und zuverlässig ausgeführt. Auch bei Fragen und Abstimmungen war Marcel jederzeit ansprechbar und lösungsorientiert.
Besonders positiv fanden wir die professionelle Ausführung und das Zusammenspiel der einzelnen Gewerke.